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Eisenmangel bei Herzinsuffizienz-Patienten

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ZUSAMMENFASSUNG Eisenmangel ist eine häufige Komorbidität bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Es ist zu beachten, dass ein Eisenmangel auch ohne eine Anämie auftreten kann und einen negativen Einfluss auf Symptomatik, Lebensqualität, Morbidität und Mortalität haben kann. Dennoch wird laut RAID-HF-Register in Deutschland der Eisenstatus nur bei ca. 62 % der Herzinsuffizienz-Patienten routinemäßig überprüft und bei weniger als 10 % therapiert. Darüber hinaus werden bei Verdacht auf Eisenmangel mitunter die falschen Labor-Parameter bestimmt. Die ausschlaggebenden und für den Alltag ausreichenden Laborwerte sind Ferritin und die Transferrinsättigung (TSAT), die neben dem Hämoglobin bestimmt werden sollten. Im ambulanten Bereich werden häufig orale Eisen(II)-Präparate verschrieben. Neue Daten belegen jedoch, dass die orale Behandlung mit Eisenpolysaccharid bei Patienten mit Herzinsuffizienz nur zu einem sehr geringen Auffüllen der Eisenspeicher im Vergleich zu Placebo führt und auch keine Verbesserung der Leistungsfähigkeit bewirkt. Darüber hinaus werden die für einen Eisenmangel relevanten Laborwerte oft zu früh nach Therapiebeginn kontrolliert. Ein neuer Diagnose-Therapie-Algorithmus empfiehlt eine Laborkontrolle erst nach 3–6 Monaten. Liegen die Messwerte von Ferritin und TSAT nach dieser Zeit unter den oben genannten Grenzwerten, sollte eine erneute Eisensubstitution erwogen werden.

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