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Blutbasierte Biomarker zur Optimierung der Früh- und Differentialdiagnostik der Alzheimer-Demenz

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2022

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Zusammenfassung Ziele der Studie Die Demenz bei Alzheimer-Krankheit ist eine globale Herausforderung. Studien weisen auf Blutbiomarker zur Diagnose der Alzheimer-Krankheit als eine minimal invasive, schnellere, kostengünstigere und daher zukunftsträchtige Methode hin. Ziel dieser Übersicht ist es, Studien zu vielversprechenden Biomarkern der Alzheimer-Krankheit darzustellen. Methodik Für diese Übersichtsarbeit wurden aktuelle Studien zusammengestellt. Ergebnisse Immunassays mit anschließender Massenspektrometrie und solche mit immunmagnetischer Reduktion sind aussichtsreiche Methoden für die Bestimmung von Amyloid-ß 42 (Aß42) und Amyloid-ß 40 (Aß40) für die Bildung der Ratio von Aß42/Aß40 zur blutbasierten Früh- und Differentialdiagnostik der Alzheimer-Krankheit. Die Amyloid-ß (Aß) Peptide im Blutplasma sind ein potentieller Marker der Aß-Pathologie, da sie mit der Aß-Pathologie im Gehirn korrelieren. Das mittels der Simoa Technologie bestimmte phosphorylierte Tau-Protein 181 (p-tau181), das phosphorylierte Tau Protein 231 (p-tau231) und das phosphorylierte Tau Protein 217 (p-tau217) im Blut sind vielversprechend hinsichtlich einer möglichen Optimierung der Früh- und Differentialdiagnostik der Alzheimer-Krankheit und sind Marker einer Tau-Pathologie im Gehirn. Die Neurofilamente Leichtketten (Nfl) und das saure Gliafaserprotein (GFAP) sind als Zusatzmarker hilfreich, um eine axonale und astrogliale Hirnschädigung bei Alzheimer-Krankheit zu beurteilen. GFAP im Blut könnte vor allem als Zusatzmarker zur Frühdiagnostik und Prädiktion des Verlaufs der Alzheimer-Krankheit sinnvoll sein. Schlussfolgerungen Blutbasierte Biomarker sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer weniger invasiven und kostengünstigeren Diagnostik der Alzheimer-Krankheit. Die Ratio Aß42/Aß40, das p-tau181, das p-tau217, das p-tau231, die Nfl und das GFAP sind vielversprechende Blutbiomarker unter Beachtung der AT(N) Klassifikation der Alzheimer-Krankheit. Hochdurchsatzfähige Methoden sollten in großen Kohorten und Metanalysen evaluiert werden. Zudem sollten Konsensus Kriterien mit einheitlichen Protokollen mit Normwerten zur Messung dieser Biomarker erstellt werden. Die Etablierung der AT(N) Klassifikation der Alzheimer-Krankheit im Blut ist unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte sowie des Alzheimer Phänotyps ein wichtiger Baustein für die Implementierung einer minimal-invasiven Präzisionsmedizin.

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