Publication: Leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) in der altersmedizinischen Praxis: Patientenorientierung, Diagnostik, Behandlung und Ethik
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Die leichte kognitive Störung („mild cognitive impairment“, MCI) bei alten Menschen ist in der Praxis häufig. Sie ist nicht immer krankheitswertig, aber es ist wichtig, progrediente Verläufe frühzeitig zu erkennen. Leitmerkmal des MCI ist eine objektive Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit bei weitgehendem Erhalt der Alltagsfunktionen. Die Früherkennung des MCI, die Aufklärung und Beratung sowie Präventionsmaßnahmen wie das Behandeln von Risikofaktoren und die weitere Begleitung der Patienten sind wichtige geriatrische Aufgaben. Das Risiko- und Komorbiditätsmanagement sowie die symptomatische Behandlung und Entlastung bei ersten kognitiven Defiziten sind von unmittelbarer Bedeutung für den einzelnen Patienten. In diesem Beitrag werden praktische Schritte in der Vorbeugung, Diagnostik, Beratung und Behandlung von Patienten mit MCI für geriatrisch tätige Ärzte ausgeführt.
Mild cognitive impairment (MCI) is a common problem in old people, which can be distressing for patients and their families. The main feature of MCI is a decrease in cognitive performance with activities of daily living still unimpaired. The identification of treatable risk factors, recognition of early cognitive changes and a timely differential diagnosis, comprehensive information and counselling are important tasks in geriatric medicine. The aim of this article is to present practical recommendations to support physicians working with geriatric patients in recognizing cognitive deficits at an early stage, provide high-quality care focusing on counselling, treatment, and comorbidity management and to maximize the potential of the available treatment options.