Publication: Arbeit an der Entmythologisierung. Rudolf Bultmanns Theologie zwischen den Fronten
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Die liberale Theologie und die jüngste theologische Bewegung – unter diesem Titel hält der knapp 40-jährige Rudolf Bultmann 1924 einen Vortrag, mit dem er als origineller und selbstständiger Denker die theologische Bühne betritt. Es ist die stürmische Zeit eines allgemeinen theologischen Umbruchs. Die Epoche der liberalen Theologie, welche mit Friedrich Schleiermacher ihren Anfang genommen hatte und von Adolf von Harnack und Ernst Troeltsch zu einer letzten Blüte geführt worden war, geht ihrem Ende entgegen. Der liberale Vermittlungsgeist wird abgelöst von einer schroffen Krisentheologie, welche – angeführt von Karl Barth und Friedrich Gogarten – den radikalen Protest gegen das neuzeitliche Kultur- und Humanitätsideal zu ihrem Programm erhebt.