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Nachhaltige Steigerung der Aktivität durch Rehabilitation

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2022

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Zusammenfassung Patienten mit muskuloskeletalen Erkrankungen sind deutlich weniger körperlich aktiv als Gesunde. Sie können von einer Steigerung der körperlichen Aktivität und einer nachhaltigen Veränderung des Lebensstils in vielerlei Hinsicht profitieren, wozu eine stationäre Rehabilitation in erheblichem Maße beitragen kann. In dieser prospektiven Beobachtungsstudie (Prä-Post-Design) wurden körperliche Aktivität (mit dem Freiburger Fragebogen zur körperlichen Aktivität) und Depressivität (mit dem Beck-Depressions-Inventar [BDI]) bei 202 Rehabilitanden (124 weiblich, 77 männlich) mit muskuloskeletalen Erkrankungen (ICD-Diagnosen M) zu verschiedenen Katamnesezeitpunkten (zu Beginn der Reha, nach 3, 6, 9 und 12 Monaten) erhoben. Die Aktivitätssteigerung wurde in Abhängigkeit vom Ausgangslevel und der Depressivität analysiert. Drei Monate nach Rehabilitation lag das Aktivitätsniveau 47,8 % über dem Ausgangsniveau, was einer Steigerung der Medianaktivität von 5 auf 7,2 h pro Woche entspricht; 78,6 % der Teilnehmer zeigten nach 3 Monaten eine positive Differenz zum Ausgangsniveau. Der BDI-Score nahm im Mittel bei Durchführung der Rehabilitationsmaßnahme ab; eine Korrelation zwischen Abnahme des Scores und Zunahme der körperlichen Aktivität konnte nicht gezeigt werden. Durch eine 1‑malige Intervention (3-wöchige Rehabilitation) gelang eine Steigerung der körperlichen Aktivität über 12 Monate, wobei die Höhe der Aktivitätssteigerung nicht mit dem Ausgangslevel korreliert war, sodass auch bislang inaktive Patienten von der Reha profitierten.

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