Publication: Justin’s School in Rome–Reflections on Early Christian “Schools”
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ZUSAMMENFASSUNG Die Existenz christlicher „Schulen“ im 2. Jahrhundert ist umstritten. Am Beispiel Justins zeigt dieser Beitrag: Der Nachweis für die Existenz seiner Schule-der durchaus erbracht werden kann-muss mit einer Definition des Phänomens „Schule“ verbunden werden. Anhand einer Untersuchung der Acta Iustini lässt sich, vor dem Hintergrund der erhaltenen Schriften Justins, erschließen: Justins Schule war ein überschaubarer Lehrer-Schüler-Zirkel, in dem man sich mit dem Glauben und der Lebensführung der Christen befasste, auf anspruchsvollem Niveau und in Auseinandersetzung mit der nichtchristlichen Bildungswelt. Die Charakteristika der Schule zeigen erstaunliche Parallelen zu paganen Philosophenschulen, in deren Kontext sich Justins Schule einzeichnet. Bezüge zu anderen christlichen Schriftstellern der Zeit Justins (Selbstverständnis als Philosoph, Lehren, Auseinandersetzung mit der antiken Philosophie) lassen vermuten, dass auch deren Schriften einem schulischen Kontext wie bei Justin entstammen.