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Demenzen

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2016

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Springer

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Die vorliegende Übersicht zu den Demenzerkrankungen versucht, klinisch besonders relevante Aspekte von Diagnostik und Therapie in den Vordergrund zu stellen, dabei aber gleichzeitig wichtige molekular-pathophysiologische Grundlagen zu vermitteln, die vielfach für das tiefere Verständnis diagnostischer Verfahren und therapeutischer Behandlungsansätze unverzichtbar sind. Dabei werden aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie berücksichtigt, aber es wird mit Bezug auf die aktualisierten S3-Leitlinien „Demenzen“ (Langversion, Januar 2016) differenziert, ob diese bereits Eingang in die klinische Praxis genommen haben oder sich noch in der Phase der Validierung befinden. Die vorliegende Übersicht macht deutlich, dass Demenz bei mehr als 70 Demenzerkrankungen ein ausgesprochen heterogenes Syndrom ist, wobei zwischen primär degenerativen und den zu einem geringen Anteil sekundären Demenzen unterschieden werden kann. Neben der bisher weiltweit weiter verbindlichen ICD-10-Klassifikation stellen wir auch die konzeptionell tiefgreifend modifizierte neue DSM-5-Klassifikation neurokognitiver Störungen vor, die den klassischen Demenzbegriff auflöst. Weiterhin macht die aktuelle klinische Forschung und internationale Leitlinienentwicklung deutlich, dass diagnostische Biomarker für eine „State of the art“ Früh- und Differenzialdiagnostik demenzieller Erkrankungen auch für die klinische Praxis einen wichtigen Beitrag leisten. Biomarkergestützt konnte zwischenzeitlich auch eine molekular-prädiktive Diagnostik der drohenden Demenz etabliert werden, die zwar für die klinische Praxis zur Zeit noch keinen hohen Stellenwert einnimmt, aber innerhalb der klinischen Therapieforschung zu dringend benötigten ersten präventiven Behandlungsansätzen bereits unverzichtbar geworden ist. In diesem Zusammenhang werden auch neuere diagnostische Klassifikationen vorgestellt, die zwar noch nicht Eingang in die ICD-10 genommen haben, aber bereits international validiert wurden und bereits für zulassungsrelevante Medikamentenstudien eingesetzt werden. In kaum einem anderen Bereich der Psychiatrie hat die biomarkerunterstützte Diagnostik einen so hohen Stellenwert eingenommen wie im Bereich demenzieller Erkrankungen und hier zeichnet sich ab, dass über diesem Ansatz neue Subphänotypen von Demenzerkrankungen beschrieben werden können, die wahrscheinlich zukünftig auch für subphänotypspezifische Therapieansätze relevant werden.

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